Die Fußballabteilung des
TSC Eintracht von 1848/95 Korporation zu Dortmund
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In den Gründungsjahren schon "Lokalderbys" gegen Schalke

Erste Fußball-Wettspiele auf westfälischem Boden

Noch im Gründungsjahr konnte das erste Wettspiel ausgetragen werden, und zwar gegen eine heimlich spielende Mannschaft des Realgymnasiums. Es wurde 1:0 gewonnen. Das Jahr 1896 brachte sogar schon drei Wettspiele, davon zwei gegen den Verein Spiel- u. Sport Schalke 1896 und eines gegen den Fußballclub Solingen.
 
Das nachweislich erste Fußball-Wettspiel auf westfälischem Boden hat im Mai 1896 in Schalke zwischen dem FC Dortmund und dem dort ansässigen SuS 96 stattgefunden.
 

Fußballschuhe waren Luxus


 
Über dieses Spiel ist in der Festschrift" 25 Jahre DFB" folgendes zu lesen:
 
Einige Spieler - welch ein unerhörter Luxus! - trugen gar schon Fußballstiefel! Im Anschluss an dieses für den westfälischen Fußballsport bemerkenswerte Ereignis wurde eine Aufnahme gemacht, welche die Primitivität, aber auch die bescheidenen Ansprüche recht augenfällig charakterisiert.
 
Ein großer Teil der heutigen Sportler wünscht sicherlich zu wissen, wie unsere Vorgänger gekleidet waren. In einem Wort kann man das ausdrücken "grotesk"! Die "alten Schalker" trugen als Sportkleidung ein weißes Hemd mit einer von der rechten Schulter zur linken Hüfte reichenden Schärpe. Unten herum sahen sie, mit Ausnahme derjenigen, die sich schon zu Fußballschuhen verstiegen hatten, recht "zivilistisch" aus. Den Hut ließ man nicht gerne vom Kopfe, und so ist es erklärlich, dass die zur Rede stehende Aufnahme einige Spieler mit den der damaligen Mode entsprechenden Hüten zeigt.
 
Die Dortmunder waren schon weiter! Als besondere "Kanonen" brachten sie einige Ausländer ins Feld, die ihnen bereits die Grundbegriffe des Fußballs beigebracht hatten. Selbstverständlich bezogen die Schalker Neulinge eine -
 

Die Gegner sind "Feinde"


 
Die auf dem Spielplatz erschienenen Dortmunder erwarben sich durch ihr schmuckes Aussehen und gutes Spielen gleich die Sympathien des Publikums... Manchem unserer Blauweißen mag das Herz in der Brust geklopft haben, als er sich dem Feinde gegenüberstellen mußte, aber nach dem Wahlspruch " Frisch gewagt ist halb gewonnen" zog man mutig in den Kampf.
 
Fortuna aber schien dem SFV nicht hold sein zu wollen, denn kurz vor der Pause wollte ein unglücklicher Zufall, daß ein Dortmunder Spieler den Ball durch das eigene Tor stieß. Durch diesen Verlust ermutigt, legten sich unsere blau weißen Jungs in der zweiten Spielhälfte mit aller Macht ins Zeug, und es gelang ihnen auch im heißen Ringen, dank des wirklich guten Zusammenspiels, den Ball zweimal durch das feindliche Tor zu treiben und so als Sieger aus dem Kampfe hervorzugehen."
 

 
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