Die Fußballabteilung des
TSC Eintracht von 1848/95 Korporation zu Dortmund
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Walter Sanß

Ein Pionier im Fußballsport

Walter Sanß wurde am 30.05.1879 geboren, sein Vater war Geschäftsführer des Hellweg-Märkischen Turnkreises. Er war der Mitbegründer des Dortmunder Fußball-Clubs von 1895, den er in rastloser Tätigkeit auf eine anerkennenswerte Höhe brachte. Mit der Gründung des Westdeutschen Spiel-Verbandes, der sich zunächst "Rheinischer Spielverband" nannte, an der er hervorragenden Anteil nahm, begann seine Tätigkeit in der Organisation und in der Weiterverbreitung der Fußballbewegung.
 
Im Jahre 1904 vertrat er die westdeutschen Vereine auf dem ersten Bundestag in Kassel, und von diesem Zeitpunkt an betätigte sich Walter Sanß in hervorragender Weise um die Sache des Deutschen Fußball-Bundes.
 

Anschluß des Westdeutschen Spielverbandes an den DFB durch Sanß


 
Der Bundestag 1905 in Köln brachte unter seiner Mitwirkung den Anschluß des gesamten Westdeutschen Spiel-Verbandes an den DFB und ihm den Posten des ersten Schriftführers im Bunde.
 
1907 siedelte Walter Sanß nach Bonn über, wo man ihm sogleich einen Posten im Bezirks-Ausschuß und in der Vereinsleitung übertrug Von hier aus organisierte er auch das erste Spiel der Westdeutschen Verbandsmannschaft gegen Belgien. 1908 gab er eine kurze Gastrolle in Berlin, die ihm aber wegen starker beruflicher Inanspruchnahme keine Möglichkeit ließ, ein Amt zu übernehmen. Schon das nächste Jahr sah den unruhigen Geist in Hann.-Münden tätig, wo er zunächst einmal dem Ortsverein unter die Arme griff und dann als Mitglied des inzwischen zu Westdeutschland gekommenen Kasseler Bezirks den Spielbetrieb bis an die Grenzen des Mitteldeutschen Verbandes organisierte.
 
Die Bundestage in Leipzig 1906, Mannheim 1907, Berlin 1908 und Breslau 1909 brachten ihm stets seine Wiederwahl als ersten Schriftführer. Im Laufe der Jahre war der Aufgabenkreis der Bundesleitung derart angewachsen, daß die Bundesleitung sich mit dem Gedanken der Anstellung eines vollamtlichen Geschäftsführers vertraut machen mußte.
 

Sanß war der erste hauptamtliche Geschäftsführer des DFB


 
Es verwunderte nicht, daß der Bundestag 1910 in Köln den mit allen Bundesfragen genau vertrauten Walter Sanß zum hauptamtlichen Geschäftsführer für die neu geschaffene Geschäftsstelle ernannte. Sein erstes Werk war die Herausgabe des Jahrbuches 1910, dessen werbende Kraft erst in den späteren Jahren voll erkannt wurde. Auf den folgenden Bundestagen 1911 in Dresden, 1912 in Hamburg, 1913 in München, 1914 in Magdeburg wurde immer wieder der Wert der sachlichen Tätigkeit von Walter Sanß durch seine Wiederwahl anerkannt.
 
Herausgabe von Jahrbüchern und Flugblättern, Bearbeitung der Presse, Aufstellung von Statistiken, Veranstaltung der Bundesspiele, Herausgabe von Spielregeln, seien als die bedeutendsten Tätigkeitsgebiete vieler Jahre hervorgehoben. Und dann kam der Krieg. Der Bundestag 1915 in Berlin war der letzte Bundestag, den er als Geschäftsführer des Bundes mitmachte.
 

 
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