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TSC Eintracht von 1848/95 Korporation zu Dortmund
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DSC 95 bei den "Fußballprofis"

Lizenzerteilung für die 2. Liga West

Doch nach dem 4:1 Sieg über den hoch eingeschätzten VfL Gladbeck marschierten die inzwischen routiniert auftrumpfenden Dortmunder schon in Richtung Titelgewinn. Karl-Heinz Holzgreve war der gefeierte Spieler des Tages, nachdem er alleine drei Tore erzielt hatte.
 
Doch den dicksten Brocken mußten die 95er noch aus dem Weg räumen. Vor fast 10.000 Zuschauern kruzte nämlich der amtierende Deutsche Amateurmeister Sportfreunde Siegen im Stadion "Rote Erde" auf, um seinen Titel zu verteidigen. Dieses Ansinnen durchkreuzten die DSCer in einem äußerst dramatischen Spiel. Wie vor Jahresfrist fiel nur ein einziger Treffer. Diesmal erziehlten ihn die Dortmunder. Die Entscheidung macht Gustav Gruchatka mit einem seiner vielen Freistoßtore perfekt.
 
Obwohl die Zuschauer den DSC schon als neuen Meister feierten, stand noch die schwierige Aufgabe bei Arminia Ickern auf dem Programm. Doch nun ließ sich Dortmund 95 nicht mehr von dem einmal eingeschlagenen, erfolgreichen Weg abbringen. Ickern wurde überlegen mit 3:1 geschlagen.
 
Zur erfolgreichen Mannschaft zählten:
Thater, Schrimpf I, Amedick, Klinger, Grote, Gruchatka, Engelbert, Gawohl, Holzgreve, Keitz, Schrimpf II, Jarsen und Neumann

 
Als nächstes standen für den DSC nun die Endrundenspiele um die Westdeutsche Meisterschaft an. Gegner waren Mitterheinmeister Troidorf und Niederrheinvertreter VfB Speldorf. Zunächst fertigten die Dortmunder Troisdorf problemlos mit 4:2 ab, nach dem Karl-Heinz Holzgreve mit zwei Treffern den Grundstein zu dem schönen Erfolg gelegt hatte. Nun träumten die Dortmunder Fans bereits von der Teilnahme in der Endrunde um die Deutsche Amateurmeisterschaft. Diese war wirklich zum Greifen nahe, als die 95er beim entscheidenden Spiel um den Westtitel in Speldorf kurz vor Ende der Begegnung durch Tore von Walter Schrimpf (2) und Holzgreve mit 3:2 führte. Dieser Vorsprung konnte aber nicht über die Zeit gerettet werden, weil die Speldorfer über den Ausnahmestürmer Theo Klöckner verfügten, der den Mülheimer Vorstädtern noch einen 4:3 Sieg bescherte. Klöckner machte später bei Schwarz-Weiß Essen, wo er Deutscher Pokalsieger wurde und mit Werder Bremen (1965 Deutscher Meister) Karriere. Als Linksaußen wurde er von Sepp Herberger auch in die Nationalmannschaft berufen.
 

Lizenz für 2. Liga West


 
Durch das unglückliche Ausscheiden der 95er wurde ein schöner Dortmunder Fußball-Traum zerstört. Denn die Endspiele um die Deutsche Amateurmeisterschaft wurden zu jener Zeit immer als Vorspiel zu den Vertragsspieler-Finals ausgetragen. Und am 24. Juni 1956 stand der BV Borussia Dortmund im Berliner Endspiel gegen den Karlsruher Sport-Club. Wie schön wäre es doch für die vielen Fußballfreunde aus Dortmund und Umgebung gewesen, wenn im Amateurfinale der DSC anstelle von Speldorf gegen die Spielvereinigung Neuisenburg angetreten wäre.
 
So endete die erfolgreiche Nachkriegssaison der 95er mit der Lizenzerteilung für die zweite Liga-West.
 

 
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