Die Fußballabteilung des
TSC Eintracht von 1848/95 Korporation zu Dortmund
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Sternstunde in der Vereinsgeschichte

Otto Rehagel als aktiver Spieler bei RW Essen

erhalt, zumal das Torverhältnis schon beängstigende Dimensionen angenommen hatte. So war man schon nach dem fünften Spieltag bei 2:19 Toren angelangt. Die Lage besserte sich allmählich nach dem ersten Saisonsieg, den die 95er an der "Flora" gegen den Tabellendritten Bonner FV herausschossen. Der euphorisch gefeierte Mittelstürmer Karl-Heinz Holzgreve zeichnete für den "goldenen" Treffer verantwortlich.
 
In einer dramatischen Aufholjagd sammelte der DSC dann noch bis zum Saisonende 17 Punkte, die zum drittletzten Tabellenplatz reichten, weil man gerade einen Zähler mehr aufweisen konnte, als der wesentlich besser in die Spielzeit gestartete SSV Hagen. Aussichtslos abgeschlagen war übrigens der BV Oesterfeld.
 

Ende des Mauerblümchendaseins?


 
In der Saison 1961/62 beschloß der DSC-Vorstand, das Mauerblümchendasein in der zweiten Liga zu beenden. Es wurde das erste Mal in größerem Stil in neue Spieler investiert. So wurden der bekannte Bochumer Mittelfeldspieler Erich Pawlak, der Münsteraner Preuße Hesse, BVB-Stürmer Pritz, der von Pirmasens transferierte ehemalige BVB-Verteidiger "Pere" Meyer, BVB-Mittelfeldspieler "Ali" Sibilski und Stürmer Gemballa an die Flora gelockt.
 
Für diese vielversprechenden Spieler zahlten die 95er allerdings einen hohen Preis. Denn man trennte sich schweren Herzens von Werner Jablonski, der sich dem VfL Bochum anschloß. Jablonski, der einst von Aplerbeck 09 gekommen war, hatte sich über Jahre als leistungsstärkster Akteur der Südlichen in den Vordergrund gespielt. Die Spielzeit begann mit einem enttäuschenden 2:2 daheim gegen den VfL Gladbeck. Die Tore erzielten Schürmann und Casper. Dem folgte ein deprimierendes 0:1 bei Duisburg 48/99. Doch am dritten Spieltag kamen die 95er endlich einmal aus dem Gebüsch.
 

Rot-Weiß Essen gespickt
mit Nationalspielern


 
Vor 3.000 Zuschauern bezwangen sie den ehemaligen Deutschen Meister Rot-Weiß Essen mit 2:1, obwohl die Essener mit den Nationalspielern Herkenrath, Wewers und Hornig angetreten waren. Zur RWE-Mannschaft zählte damals auch der heutige Bundesligatrainer Otto Rehagel. Das nutzte den Essenern aber gar nichts. Denn die Dortmunder erwischten eine Sternstunde und gingen schon in der 3. Minute durch Gemballa in Führung. Der gleiche Spieler erhöhte in der 16. Minute sogar auf 2:0, nachdem er von Pritz mustergültig freigespielt worden war. Essen schönte später das Resultat noch durch einen Elfmeter von Heinz Hornig.
 

Das Abstiegsgespenst wurde verjagd


 
Diese Begegnung brachte dem DSC aber nicht den Aufschwung und die Schubwirkung zu einer konstanten Erfolgsserie. Den schon in Herten (1:1, Tor Pritz) ging es im alten Trott weiter. Die Saison wurde mit einem enttäuschenden zwölften Tabellenplatz abgeschlossen. Allerdings geriet man damals das erste Mal seit Jahren nicht mehr in akute Abstiegsgefahr.
 

 
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