Die Fußballabteilung des
TSC Eintracht von 1848/95 Korporation zu Dortmund
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Regionalliga-Qualifikation wurde knapp verpaßt

Abschied vom bezahlten Fußball

Nach dem der DFB-Bundestag im Sommer 1962 in Dortmund die Einführung der Bundesliga beschlossen hatte, stand fest, daß die zweite Liga 1962/63 in ihre letzte Saison gehen würde.
 
Als Unterbau für die höchste Spielklasse hatte der Deutsche Fußball-Bund fünf Regionalligen aus der Taufe gehoben. Für die westdeutsche Regionalliga wollte sich auch der DSC 95 qualifizieren, da man nicht gewillt war, sich nach sieben Jahren sang- und klanglos vom Vertragsspielerlager zu verabschieden.
 

14.000 sehen DSC gegen DSC
auf der Bielefelder Alm


 
Es sollte eine spannende Spielzeit werde, die dann dem Dortmunder Traditionsverein aber nicht die großen Träume erfüllen wollte.
 
Immerhin fochten die Südlichen bis zum letzten Spieltag um den zur Regionalliga-Qualifikation notwendigen sibten Tabellenplatz. Auf der Bielefelder Alm stand dort am 30. Spieltag das alles entscheidende Spiel zwischen dem DSC Arminia und Dortmund 95 an.
 
14.000 Zuschauer füllten das Stadion. Und die meisten von ihnen wurden nicht enttäuscht. Denn die Bielefelder behielten mit 4:1 bei hohen Temperaturen die Oberhand und zogen in die neue Regionalliga-West ein. Den einzigen Treffer der Dortmunder markierte übrigens Pritz. Es sollte der letzte sein, den jemals ein 95er im bezahlten Fußball erzielte.
 
Falls die Dortmunder das Spiel gewonnen hätten, wären sie als Tabellensiebter in die neu geschaffene Spielklasse eingezogen. So blieb nur ein unbefriedigender zwölfter Rang. Immerhin kam man auf 29:31 Punkte und 59:59 Tore. Die letzte Saison im bezahlten Fußball bescherte den DSC-Anhängern noch einige gute Spiele.
 
Das beste lieferte die Blau-Weißen am vorletzten Spieltag gegen den letzten Meister der zweiten Liga-West, VfB Bottrop. Obwohl die Dortmunder nur mit zehn Spielern begannen - Casper hatte sich um 11 Minuten verspätet - gewannen sie 4:1. Otto Thater war der überragende Spieler auf dem Feld und erzielte drei Tore. Den vierten Treffer steuerte Sibilski bei.
 
In der verbissen geführten Zweitligaendrunde erreichten die 95er noch einige Achtungserfolge. So wurde der VfL Gladbeck daheim durch Tore von Casper und Herberhold mit 2:0 geschlagen. Das machte Mut. So gab es auch beim SV Sodingen einen verdienten Punktgewinn mit 2:2. Trotz eines 0:2 Rückstandes glichen Casper und Otto Thater noch aus. Eine Punkteteilung (1:1) gab es auch beim VfL Bochum. Den Treffer der 95er erzielte Werner Keitz.
 
Schließlich reichten die Bemühungen nicht aus. Ein schwacher Trost blieb, daß neben dem SC Dortmund 95 auch so renommierte Vereine wie der VfL Bochum, Eintracht Gelsenkirchen, der Duisburger SV und der SV Sodingen keinen Einzug zur Regionalliga fanden. Für den Dortmunder Sport Club von 1895 endete unwideruflich die Zeit im bezahlten Fußball.
 

 
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