Die Fußballabteilung des
TSC Eintracht von 1848/95 Korporation zu Dortmund
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Die Entstehung unserer Sportplatzanlage

Die Stadt löste ihr Versprechen erst 30 Jahre später ein

Im Jahre 1924 wurde unsere erste Sportanlage der Stadt Dortmund für den Bau der Kampfbahn "Rote Erde" zur Verfügung gestellt. Damals versprach man, uns im Rahmen des Stadionneubaus einen Ersatzplatz zur alleinigen Verfügung zu schaffen, der dort liegen sollte, wo später das Luftbad gebaut wurde.
 
Fast 30 Jahre dauerte es, bis die Stadt Dortmund das Versprechen einlöste. Wir mußten uns bis dahin trösten, daß es für uns zwar kein gewisses Vorrecht für die Belegung der Kampfbahn gab, das aber illusorisch wurde, als wir in der Bedeutung zurückgingen und der BV Borussia sich nach vorne schob. Durch die größeren Zuschauerzahlen ging das Belegungsvorrecht auf den BVB über. Uns wurde nur noch ein Vorrecht auf ein Nebenfeld der Stadionanlage eingeräumt. Heute steht dort das Westfalenstadion.
 
Es steht fest, daß mit dem Verlust der eigenen Platzanlage der Niedergang des Vereins begann. Nach dem Krieg war es fester Wille von langjährigen Mitgliedern, den DSC wieder nach oben zu führen. Hans Brinkmann und Theo Hüllen waren unermüdliche Kämpfer in der Platzfrage. Die Stadtväter wurden gebeten, doch endlich das Versprechen einzulösen, das ihre Vorgänger seinerzeit gegeben hatten.
 
Im Jahre 1953 erhielten wir das Gelände an der Ruhrwaldstraße in Pacht. Hier war in den dreißiger Jahren der Ersatzplatz für einen anderen südlichen Vorortverein von der Stadt angelegt worden, weil dessen Anlage der fortschreitenden Bebauung zum Opfer fiel. Dieser Verein hatte den Platz restlos verkommen lassen, so daß unsere Anlage einem vollkommenen Neubau gleich kam. Die damals gepachtete Fläche (heute Vereinseigentum) umfaßt rd. 40.000 qm. Was dort vorgefunden wurde, war ein völlig heruntergewirtschaftetes Rasenfeld, das im Winter sumpfig war, und eine restlos mit Unkraut überwucherte Laufbahn.
 
Im Frühjahr 1953 beganne die Arbeiten. Zunächst wurde das Rasenfeld vorgenommen. Es erhielt ein enges Dränagenetz und wurde dann vollkommen umgebrochen. Zusätzlicher Mutterboden und Torf wurden mit dem vorhandenen Boden vermischt. Im Frühjahr 1954 erfolgte die Einsaat. Die Laufbahn wurde neu hergerichtet; die Zuschauerränge für 8.000 Zuschauer ausgelegt.
 
Ein zweites Spielfeld wurde als Aschenplatz in Angriff genommen. Es war zunächst nur als Trainingsfeld ohne Zuschauerränge gedacht. Da jedoch ein Rasenplatz nicht bei jedem Wetter bespielbar ist, wurde der Hartplatz als Ausweichspielfläche mit normalen Spielfeldmaßen und einem Fassungsvermögen für 5.000 Zuschauer errichtet.
 
Die Krönung unserer Platzanlage war ohne Zweifel unser schickes Clubhaus, um das uns viele Vereine beneidet haben. Neben Umkleide-, Dusch- und Verwaltungsräumen waren dort eine gemütliche Vereinsgaststätte mit einem Gesellschaftszimmer sowie eine Platzwartwohnung untergebracht. Im Rahmen des Neubaus für das TSC-Sportzentrum wurde das Clubhaus dem Erdboden gleichgemacht, weil es architektonisch nicht mehr in die Landschaft paßte. Diese Entscheidung stieß bei den Fußballern auf wenig Verständnis. Sie werden die schönen Stunden und sportlichen Erfolge, die sie dort erlebt bzw. gefeiert haben, nicht vergessen.
 

 
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