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Lothar Löwer - unser Mann in der Bundesliga

Dortmunds Vorzeige-Schiedsrichter ist Eintrachtler

Durch ihn war der TSC Eintracht über Jahre hinweg in der Bundesliga und selbst auf der europäischen Fußball-Bühne präsent. 42 mal pfiff der heute als Verkaufsleiter der Mercedes-Niederlassung in Nürnberg tätige Schiedsrichter in der 1. Liga, dreimal "schwenkte" er im Europapokal sowie zweimal bei Länderspielen die Linienrichterfahne.
 
Ob Bayern gegen Hamburg oder Roter Stern Belgrad gegen AC Mailand spielte; "ein Stück" vom TSC war stets mit von der Partie. Dabei wurde Lothar Löwer eher zufällig, oder wie er selbst rückblickend findet. "auf ulkige Art und Weise" zum Eintrachtler. "Damals wie heute gab es bei den Schiedsrichtern Nachwuchsprobleme", erinnert sich Löwer um gut 25 zurück. Die Abschlußprüfung fand auf dem TSC Gelände statt. Nachdem ich bestanden hatte, wurde mir gesagt, daß ich auch einem Verein angehören mußte. Emil Balzer, der damalige Lehrwart, löste das Problem zügig, legte mir den Aufnahmeantrag für die Eintracht vor - und schon gehörte ich zum Club, unterschrieb der frischgebackene "schwarze Mann" damals blanko.
 
Ohne lange zu überlegen wurde Löwer, dessen Vater als DSC-Fan immer wieder den Sohnemann zu den Spielen mitnahm, Eintrachtler. Bereut hat er es freilich nie. "Ich habe mich in diesem Verein immer wohlgefühlt", verbindet er die angenehme Zeit besonnders mit dem Namen Benno Kellerhof. "Er hat die Funktion des Schiedsrichterwarts im Club mit Leben gefüllt." Auch heute pflegt man noch den Kontakt; so gut es bei einer räumlichen Entfernung von 500 Kilometern eben geht. "Ganz aus der Welt" war Löwer natürlich nie. So ließ er es sich als Dortmunder Aushängeschild nicht nehmen, beim alljährlichen "Budenzauber", der Hallenstadtmeisterschaft, zur Pfeife zu greifen. Getreu seiner Devise "wenn's am Schönsten ist, soll man aufhören" beendete er aus beruflichen Gründen vor knapp zwei Jahren seine aktive Laufbahn.
 
Geld gab es für den undankbaren Job des Schiedsrichters nicht viel, schöne Erinnerungen dafür um so mehr. Die interessanteste: "Ganz eindeutig das Europapokal-Halbfinale zwischen Roter Stern Belgrad und AC Mailand, in dem ich linienrichter war. 105000 Zuschauer und eine tolle Belgrader Mannschaft, die zur Pause 2:0 führte. Dann kam plötzlich der große Nebel; wir mußten das Spiel abbrechen. Am nächsten Tag spielte Mailand wie ausgewechselt und kam letztlich weiter." Das es nicht immer Gerechtigkeit gibt im Fußballer-Leben, konnte Lothar Löwer den Spaß an der "schönsten Nebensache" nicht nehmen.
 

 
 

 
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