Die Fußballabteilung des
TSC Eintracht von 1848/95 Korporation zu Dortmund
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TSC Talentschmiede - Beispiel: Stefan Klos

 

 
Dortmund, Juni 1995: Der Titel des deutschen Meisters ist greifbar nah, die Borussia kämpft um ihre Chance und eine ganze Region zittert mit. Zentrale Rollen in der "Hitchkock-Inszenierung" besetzen zwei Symphatieträger, die schon beim TSC zu großen Erfolgen beitrugen und in ihrer Jugendzeit an der Flora behutsam ihr Talent entfalten konnten. Stefan Klos und Lars Ricken - die "Vorzeige-Produkte" einer weit über die Stadtgrenzen hinaus anerkannten Juniorenfußball-Abteilung des TSC Eintracht.
 
Fünf Jahre trennen den raktionsschnellen Keeper vom technisch beschlagenen "Shooting-Star", doch ihre Entwicklung verlief fast identisch. Die erste "Bühne" im Kampf um Tore, Punkte, Meisterschaft war für Klos und Ricken jeweils der TuS Eving, der Verein "vor der Haustür". Talent, gepaart mit dem Ehrgeiz höher hinauszukommen, bedingt schon fast logisch die Notwendigkeit des nächsten Schritts. Eintracht war damals in den jüngeren Altersklassen noch vor dem BVB die erste Adresse im Dortmunder Jugendfußball: also zeigten sich "Stoffel" und Lars dem Werben der TSC-Trainer gegenüber aufgeschlossen, ohne freilich gleich "mit fliegenden Fahnen" das Lager zu wechseln.
 
Bedächtig, nicht vorschnell, fällten Spieler und Familienrat ihre Entscheidung pro Eintracht. So blieb Klos im D-Jugendbereich noch ein Evinger und machte zumindest in dieser Saison den Eintracht-Stürmern Sascha Hellwig und "Tüte" Rist das Leben schwer. Westfalenmeister ist der TSC geworden; aber gegen kaum eine Mannschaft im Verband war es für die Truppe von Herbert Pril so schwer, die nötigen Tore zu erzielen. Dabei waren die gegnerischen Angreifer ebenso wie die Zuschauer durchaus geneigt, diesen nie ohne "Teddybär" ins Gehäuse marschierenden TuS-Torwart erstmal zu unterschätzen.
 
"Ein kleiner, vierkantiger Klops", umschreibt Helmut Lütke-Volksbeck rückblickend schmunzelnd seinen ersten Eindruck vom heutigen Bundesliga-Keeper. Aber als Klos dann zum Schlußmann seiner C-Jugend wurde, da war der Trainer schnell von der Klasse des Blondschopfs überzeugt. "Schon als Jungjahrgang hat er sich gleich durchgesetzt. Mit seinem angenehm ruhigen, zurückhaltenden Auftreten hat er sich zudem große Symphatien erworben."
 
Bereits damals war unverkennbar, daß "Stoffel" nicht nur ein herausragender Torwart, sondern auch ein passabler Feldspieler war. Eine Eigenschaft, die von Lütke-Volksbeck weiter gefördert wurde. "In einigen Spielen hat er auch im Feld mitgespielt", sah "Lüvo" aber auch die
 

 
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